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UTG Vodnik in der Zeitung Delo

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UTG Vodnik in der Zeitung Delo (2)

Der Mangel an Schutzausrüstung wird auch von Unternehmen mit Produktion in Slowenien gelindert. FOTO: Leon Vidic/Delo

Zu Jahresbeginn gab es in Slowenien noch keine inländische Produktion von Schutzmasken, daher wurden sie aus dem Ausland importiert, und die Preise liefen aus dem Ruder. Derzeit gibt es bei uns mehrere Hersteller von Schutzmasken, und die Resonanz auf ihre Produkte ist außerordentlich. Sie werden in verschiedenen Teilen des Landes hergestellt und sowohl im Inland als auch im Ausland verkauft. Die Käufer sind vor allem Unternehmen, Fakultäten und einige staatliche Einrichtungen; der Absatz könnte noch besser sein, wenn die staatlichen Ausschreibungen praxisnäher wären, betonen die Hersteller. Auf staatlicher Ebene bleiben wir trotz erfolgreicher heimischer Produktion vom Ausland abhängig.

Das Unternehmen Matima hat im März in Postojna die Produktion von chirurgischen Schutzmasken aufgenommen und ist einer von vier Maskenherstellern in Slowenien. Dort sind 30 Menschen beschäftigt, davon 12 in der Produktion. Laut Geschäftsführer Borut Dolenc sind die Erfahrungen mit Produktion und Verkauf gut, ebenso die Reaktionen der Kunden und der Apotheken. Letztere hatten in der Vergangenheit bereits Qualitätsprobleme mit Masken.

Zertifikate und Quasi-Zertifikate

Der Hersteller aus Postojna verkauft seine Schutzmasken größtenteils in Slowenien, wo Unternehmen, Privatschulen, Fakultäten und einige staatliche Einrichtungen die Hauptkunden sind. Dolenc sagt, sie hätten einige Kunden aus dem Ausland, zudem ist ein Onlineshop aktiv, in dem auch Privatpersonen Masken kaufen können. Matima produziert vorerst Masken vom Typ 2, in Kürze erwartet das Unternehmen jedoch das Zertifikat der höchsten Schutzstufe Typ 2R, bei dem das Material 99,22 Prozent der Bakterien zurückhält. Masken vom Typ 2 stellt auch das Familienunternehmen UTG Vodnik aus Domžale her, das sein Zertifikat im August dieses Jahres erhalten hat. Geschäftsführer Uroš Vodnik sagt, die Produktion finde vollständig in Slowenien statt; im Übrigen sei die Herstellung persönlicher Schutzausrüstung seit vier Jahrzehnten die Kerntätigkeit des Unternehmens.

Mit einem Zertifikat der höchsten Schutzstufe kann sich bereits das Unternehmen Le-Tehnika aus Kranj rühmen. Sein Mehrheitseigentümer Drago Lemut sagt, sie könnten pro Tag etwas mehr als 30.000 Masken herstellen und die Produktion in kurzer Zeit sogar verdoppeln. Auch Le-Tehnika verkauft die Masken überwiegend in Slowenien und spürt unter den aktuellen Umständen bereits eine gestiegene Nachfrage.

Die Zertifizierung dauert mehrere Monate, und das Zertifikat bestätigt, dass die Maske tatsächlich Schutz bietet. Dolenc betont, der Markt sei seit März mit waschbaren Masken überschwemmt, die weder Zertifikate noch einen Schutznachweis besitzen. »Dasselbe gilt für selbstgemachte Masken, die in der Regel einlagig sind und als solche niemanden schützen. Die Menschen setzen sich damit Kontakten aus, überzeugt davon, geschützt zu sein, schaden aber sich selbst und anderen«, warnt Dolenc. Lemut weist außerdem auf Masken mit Quasi-Zertifikaten hin, die ebenfalls keinen Schutz bieten.

Im April begann auch das Unternehmen ME5 aus Prekmurje mit der Maskenproduktion; es erwartet die Genehmigung des Zertifikats Typ 2 in den kommenden Wochen. Sein Geschäftsführer Danijel Faršang sagt, der Absatz wachse seit Jahresbeginn stetig, und im Gegensatz zu den beiden anderen Herstellern verkaufe das Unternehmen aus Prekmurje mehr als 90 Prozent der Masken ins Ausland. »Die meisten unserer Vertriebskanäle bestehen mit Unternehmen aus dem Ausland, vor allem aus Drittländern. Wir würden eigentlich lieber in Slowenien verkaufen und zur Selbstversorgung des Landes beitragen, von der bislang aber nichts zu sehen und zu hören ist«, sagt Faršang.

Versorgung mithilfe ausländischer Hersteller

Über die Selbstversorgung der europäischen Staaten wurde während der Infektionswelle im Frühjahr viel gesprochen, als in ganz Europa Schutzausrüstung knapp war. Jetzt scheint dieses Thema nicht mehr aktuell zu sein. Trotz funktionierender heimischer Produktion ist es praktisch unmöglich, sich an den Ausschreibungen für Warenreserven zu beteiligen, warnen die heimischen Hersteller von Schutzausrüstung. Bei der letzten Ausschreibung für Warenreserven wurden dem Staat Masken zum Ankauf für 0,44 Euro angeboten, wobei Dolenc betont, dass slowenische Unternehmen zu einem solchen Preis nicht einmal das Material für die Herstellung der Maske bekämen, geschweige denn das Endprodukt verkaufen könnten.

Auch Drago Lemut weist darauf hin, dass der Staat die heimische Produktion schlecht unterstütze, da die meisten Schutzmasken aus China importiert würden. Die Preise bei staatlichen Ausschreibungen seien inzwischen so niedrig, dass nur noch Unternehmen aus den östlichen Ländern teilnehmen könnten, warnt auch Uroš Vodnik, den der Mangel an Kontrolle über die tatsächlichen Zertifikate beunruhigt. »Mich überraschen die ausgesprochen niedrigen Preise für Masken, die angeblich alle notwendigen Zertifikate haben. Dabei frage ich mich, wer überhaupt die Gültigkeit dieser Zertifikate kontrolliert«, sagt Vodnik.

Die slowenischen Hersteller betonen angesichts der ausländischen Konkurrenz dennoch, dass ihre Produkte bei der Qualität deutlich mithalten können. Dolenc hebt deshalb hervor: »Unser Ziel ist vor allem, hochwertige Masken zu gewährleisten, von den Gummibändern bis zu den Filtern. Wir erwerben internationale Schutzzertifikate und steigern damit den Mehrwert der Produkte, doch bei den Ausschreibungen und auch auf dem Markt zählt vor allem der Preis. Für die Selbstversorgung auf staatlicher Ebene wurde bisher nichts getan; die Ausschreibungen funktionieren nur nach dem Prinzip: Wer billiger ist, gewinnt.«

Druck von Schutzvisieren

In der ersten Welle war der Mangel an Schutzausrüstung so groß, dass sie auch Unternehmen herstellten, die sich sonst gar nicht damit befassen. Das ist die Geschichte der Druckerei Petrič, die im März und April mehrere tausend Schutzvisiere herstellte und sie wegen der großen Nachfrage bis heute produziert. »Über das Internet erfuhren wir, dass die Beschäftigten im Krankenhaus Trbovlje sich Schutzvisiere selbst anfertigen, denn diese waren im Frühjahr schlicht nicht zu bekommen. Wir beschäftigen uns mit UV-Technologie und haben auch Erfahrung mit bedrucktem Kunststoff, also versuchten wir uns an der Gestaltung von Visieren, und es hat funktioniert. Dem Krankenhaus Trbovlje spendeten wir dann hundert Visiere, und kurz darauf erhielten wir die ersten Anfragen. Am Ende exportierten wir die Visiere auch in die Nachbarländer; bis heute haben wir mehr als 20.000 verkauft«, schildert der Geschäftsführer der Druckerei, Pino Petrič, den Beginn der Produktion. In den vergangenen Wochen sei die Nachfrage nach dem Sommerrückgang wieder gestiegen, sagt Petrič; zu den Hauptkunden zählen weiterhin verschiedene Institute, Gesundheitszentren und Altenheime.

Bei dem großen Mangel an Schutzmasken und Visieren sind die Verhältnisse im Bereich der Desinfektionsmittel dagegen stets stabil, behauptet der Geschäftsführer des größten slowenischen Herstellers medizinischer Desinfektionsmittel Kimi, Zoran Jerala. Er sagt, sie hätten ihre Werke bereits im Februar vergrößert, da sie die Krise erwartet hätten, auch in diesem Monat hätten sie etwas mehr Umsatz. Dass Schutzausrüstung nicht knapp wurde, dafür sorgte auch das Chemikalienamt, das die Verwendung von etwa 150 alkoholbasierten Desinfektionsprodukten genehmigte. Damit ist der Markt mit Produkten gesättigt, die nur eine Basisdesinfektion ermöglichen, ohne anspruchsvollere Tests, daher gibt es keinen Mangel.

Den Originalartikel in der Online-Ausgabe der Zeitung Delo können Sie HIER lesen.

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